Die Beständigkeit wissenschaftlicher Daten
Mai 2015 In einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag beschreibt Bret Victor prägnant eine der Hauptschwächen heutiger Webtechnologien: Sie wurden nicht mit Blick auf ein bestimmtes Maß an Beständigkeit konzipiert. Folglich sind im Web veröffentlichte Informationen für manche Anwendungsfälle zu beständig (Stichwort Datenschutz usw.), für andere hingegen nicht beständig genug.
Wissenschaftliches Publizieren fällt eindeutig in die zweite Kategorie. Der wissenschaftliche Erkenntnisstand soll technisch und wirtschaftlich machbar so dauerhaft wie möglich festgehalten werden. Wie Victor hervorhebt, ist die Möglichkeit dezentraler Archivierung entscheidend, um die Beständigkeit von Informationen zu gewährleisten. Dieser Aspekt war bei der Entwicklung von ActivePapers von Anfang an zentral.
Ein ActivePaper ist eine Datei , die beliebig oft von jedermann kopiert und archiviert werden kann. Zur Verbreitung von ActivePaper-Dateien wird zwar Webtechnologie genutzt, ihre Existenz hängt jedoch nicht davon ab. Im Gegensatz dazu sind manche wissenschaftlichen Daten ausschließlich über Webserver zugänglich.
Unsere Wahl: — Eine umfassende technische Bibliothek mit Büchern, Videos und Live-Schulungen zum Thema wissenschaftliches Rechnen.
Dazu gehören insbesondere Softwareangebote in Form von Webdiensten (siehe auch meinen früheren Blogbeitrag zu diesem Thema), aber auch Datenbanken, die keinen Download von Datensätzen in wohldefinierten Dateiformaten erlauben. Solche Daten können jederzeit verschwinden – sei es durch Unfall oder Fehler (wir alle wissen, wie zuverlässig Computertechnik ist) oder durch Entscheidung des jeweiligen Betreibers des Webservers. Kommentare bereitgestellt von Disqus
Weiterführende Literatur
- Bret Victor — Wikipedia
Das Referenzregal für arbeitende Wissenschaftler
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